Unsere Pferde
Echte Charaktere — keine Vorzeigepferde
„Wir züchten keine Vorzeigepferde. Wir ziehen Partner fürs Leben groß.“
— Sandra Müller
Wer unsere Pferde kennt, kennt sie wirklich. Nicht vom Papier. Nicht vom Foto.
Vertrauen, Bodenständigkeit und ein starker Charakter lassen sich nicht züchten — sie entstehen. Morgen für Morgen, Entwicklungsphase um Entwicklungsphase, bis ein Charakter sich setzt und das Pferd zu dem wird, was es ist:
Echt. Unverfälscht. Authentisch. Und Gewachsen.
Jedes unserer 27 Pferde hat seinen Platz — in der Herde, in der Familie, im Alltag des Hofes. Hier erzählen wir ihre Geschichten.
Wir freuen uns über jeden, der dabei sein möchte, wenn diese Geschichten weitererzählt werden.
Hier sind einige von ihnen — und wer mehr sehen möchte, findet Müllers Echte Pferde auch auf Facebook und Instagram.
Die Charaktere
Jedes Pferd erzählt eine andere Geschichte.
Max — Maxi
Maxi hört auf seinen Namen.
Nicht weil er muss — sondern weil er will.
Er kommt wenn man ruft. Er bleibt wenn man anhält. Er folgt auf Schritt und Tritt — und hat gleichzeitig seinen eigenen Kopf, den er bei Bedarf sehr bestimmt durchsetzt.
In der Herde ist er aufgeschlossen, braucht aber seinen Rückzugsort. Er sucht den Kontakt — doch eher zum Menschen als zur Herde.
Aufmerksamkeit und Vertrauen sind ihm wichtiger als alles andere. Wer beides mitbringt, bekommt einen Begleiter, wie man ihn selten findet.
Manchmal ist Maxi ein bisschen wie ein Hund. Nur grösser. Und wohl mit etwas mehr Go.
Für mehr über Maxi fragt man am besten doch direkt seinen Vater.
Oder man schreibt ihm doch gleich eine Mail:
Antwort kommt in der Regel innert 24 bis 48h.


Der Vater der Herde
Mylord Quidam Z · Zangersheide
Hinter fast jedem Fohlen auf dem Müllerhof steckt dieselbe Geschichte und wurzelt die gleiche Leidenschaft für Dynamik, Bewegung und Gemeinschaft.
Sie beginnt mit drei Legenden.
1. Dem Grossvater — väterlicherseits — unseres Mylord Quidam Z:
Mylord Carthago Z — Grossvater 1

Olympiapferd 1996
in Atlanta
Manche Pferde hinterlassen Spuren. Carthago Z hat eine ganze Epoche geprägt.
Bei seiner Hengstleistungsprüfung erhielt er eine 9,5 für das Freispringen und eine 10 für sein Springtalent. Noten, die man nicht vergisst.
Gezogen 1987 von Erhard Krampitz in Epenwöhrden, wurde Carthago zunächst von Bo Kristoffersen in den Sport gebracht. Im Januar 1996 wechselte er an das Gestüt Zangersheide — wo Jos Lansink gerade seine Tätigkeit aufgenommen hatte. Die Verbindung war keine zufällige. Sie war eine der produktivsten der Springpferdegeschichte.
Noch im selben Jahr sattelte Jos Lansink den Hengst bei den Olympischen Spielen von Atlanta, wo das Paar den elften Platz belegte. Vier Jahre später kam es in Sydney zu einem weiteren olympischen Einsatz.
130 gekörte Söhne und rund 150 Springpferde auf 1,60m-Niveau bestätigen eindrücklich seine Vererbungsstärke. Zu seinen bekanntesten Nachkommen zählen Cash unter Marco Kutscher, Campus bei den Weltreiterspielen in Aachen 2006 — und Mylord Carthago, geritten von Pénélope Leprevost für die französische Nationalmannschaft.
Seinen Lebensabend verbrachte Carthago bei Peter Diederichsen auf der Insel Föhr. Er starb im Alter von 26 Jahren,
Sein Blut ist heute nicht mehr aus der Springzucht wegzudenken. Und ein Teil davon lebt in Oberschwaben.
2. Dem Grossvater — mütterlicherseits — unseres Mylord Quidam Z:
Quidam de Revel — Grossvater 2

Olympiabronze 1992
in Barcelona
&
Europameisterschaft 1991
Er wurde auf dem Gestüt Balleroy in der Normandie geboren — auf dem Besitz von Fürst Amaury de Broglie. Er gilt als ehrgeizig, zäh, pfiffig und sprunggewaltig. Drei Worte, die man selten alle vier auf einmal über dasselbe Pferd sagen kann.
1990, als Achtjähriger, gewann Quidam de Revel mit Hervé Godignon den Nations Cup in New York sowie die Grossen Preise in New York und Dortmund — und ersang sich in diesem einzigen Jahr über eine Million Franc.
1991 wurde das Paar Sechste in der Einzelwertung der Europameisterschaften in La Baule, gewannen den Nations Cup in Hickstead, wurden Zweite in Rotterdam und Fünfte im Weltcup-Finale in Göteborg.
Dann kam Barcelona.
Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona holte Quidam de Revel mit der französischen Equipe Mannschaftsbronze und wurde Vierter in der Einzelwertung — und gewann in demselben Jahr noch die Nations Cups von Rom und Dinard sowie den Grossen Preis von Rom.
Ein Jahr später verkaufte Frankreich ihn an den dänischen Geschäftsmann Flemming Velin — zur Empörung der patriotischen französischen Züchter. Er zog nach Dänemark, wo er bis 2001 noch im Sport blieb und sich vollständig der Zucht widmete.
Was dann kam, war noch beeindruckender als seine Sportkarriere. 2012 starteten allein elf seiner Nachkommen bei den Olympischen Spielen in London. In der weltweiten Rangliste der Springvererber stand er 2007 auf Platz 1 mit 48 CSI-Siegern. Er züchtete 1.771 Fohlen — einer der meistgenutzten Hengste weltweit.
Er wurde zweimal geklont — sein genetisches Erbe war schlicht zu wertvoll um es dem Zufall zu überlassen.
Als er 31 Jahre alt war und bei der Familie Velin in der Nähe von Kopenhagen lebte, war ihm sein Alter kaum anzusehen. Täglich bewegt, sportliche Kondition — und wenn er sein Vorderbein hob, wusste jeder im Stall: Er möchte Möhren.
Quidam de Revel starb irgendwann zwischen 2012 und 2014 — sein genaues Sterbedatum wurde nie bestätigt. Die Welt der Springpferde hat es gespürt.
Sein Blut fliesst heute durch die Adern unserer Herde.
3. Dem Vater unseres Mylord Quidam Z:
Mylord Carthago — Vater

Saut Hermès,
Nations Cup in Rom, Grand Prix beim Gucci Masters in Paris
&
Nations Cup in Aachen
Mylord Carthago wurde durch Embryotransfer von Paule und Jean-Louis Bourdy Dubois gezogen. Sein Vater: Carthago Z. Seine Mutter: die Ausnahmestute Fragance de Chalus — aus deren Linie sechs Nachkommen auf 1,60m-Niveau sprangen.
Die Haras Nationaux Frankreichs kauften ihn 2005 und übergaben ihn Emmanuel Vincent, der ihn durch den klassischen Zyklus führte und sein Potential erkannte. 2007 wechselte der Hengst zu Pénélope Leprevost.
Was dann folgte, war eine der schönsten Partnerschaften im modernen Springreiten.
In ihrer Autobiografie schreibt Pénélope, ihre Karriere verdanke sie zu einem grossen Teil Mylord — den sie so formen konnte, wie sie es wollte.
Gemeinsam errangen sie Mannschaftssilber bei der Weltmeisterschaft 2010 in Kentucky und erneut Mannschaftssilber bei der Europameisterschaft 2011. Sie nahmen auch an den Olympischen Spielen 2012 in London teil.
Er gewann den Saut Hermès, den Nations Cup in Rom, den Grand Prix beim Gucci Masters in Paris — und den Nations Cup in Aachen.
Im Winter 2012–2013 verletzte er sich an der Fessel. Zweifel an seiner Rückkehr wurden laut. Sein Stallmeister arbeitete unermüdlich an seiner Rehabilitation. Ende 2013 kehrte er zurück — und gewann 2014 den RMC Grand Prix in Frankreich.
Dann folgte der Abschied, der ganz Frankreich bewegte.
Am 6. Dezember 2014 verkündete Pénélope Leprevost bei einer emotionalen Veranstaltung auf der Paris Horse Show vor einem gerührten Publikum, dass Mylord Carthago in den Ruhestand trat. Er zog zu ihr nach Hause in die Normandie.
Als Vererber steht er in einer Liga mit seinem Vater: mehr als 30 Hengstsöhne, die in Prüfungen bis 1,60m erfolgreich sind. In der WBFSH-Weltrangliste der besten Springpferdevererber rangierte er auf Platz 10.
Sein Sohn lebt heute in Oberschwaben. Ruhig. Präsent. Geerdet.
Und sein Sohn? Sein Sohn ist unser Lordi.
Mylord Quidam Z kam 2011 zur Welt — als echter Schimmel, 170 cm, Zangersheide. Mit gerade mal zwei Jahren wurde er in Redefin gekört und in sieben Verbänden zugelassen: Mecklenburg, Oldenburg International, Westfalen, Rheinland und alle süddeutschen Stammbücher. Eine Auszeichnung, die zeigt was die Zuchtrichter in ihm sahen — lange bevor er seinen ersten Sohn hatte.
Er hat keine Medaillen geholt. Keine Schlagzeilen gemacht.
Das musste er nicht.
Er lebt heute auf dem Müllerhof in Oberschwaben.
Als Vater.


Magnus – Magi
Er weiss immer, wann der richtige Moment ist.
Wenn Sandra morgens über den Hof geht und keine Zeit hat, hält Magi Abstand. Er beobachtet. Er wartet. Doch in dem Moment, in dem sie innehält — und sei es nur für einen Augenblick — ist er sofort da. Kopf an Schulter. Augen halb geschlossen.
Magi ist der Typ Pferd, der Aufmerksamkeit nicht einfordert, sondern einfach da ist, wenn es passt. Selbstbewusst genug um zu warten. Sensibel genug um den Moment nicht zu verpassen.
In der Herde fällt er auf — nicht durch Lärm, sondern durch eine ruhige Präsenz, die andere anzieht.
Antwort kommt in der Regel innert 24 bis 48h.
Mylord Quidam Z — Lordi
Zangersheide · Schimmel · geboren 2011 · Vater der Herde
Er hat keine Medaillen geholt. Keine Schlagzeilen gemacht. Keine Nationenpreise gewonnen.
Das musste er nicht.
Als Fohlen bereits zur renommierten Prinsjesdag-Auktion zugelassen, 2013 in Redefin gekört und in sieben Verbänden zugelassen — trägt Mylord Quidam Z das Blut zweier Legenden in sich und gibt es weiter.
Ruhig. Präsent. Geerdet.
Der Enkel von Carthago Z und Quidam de Revel — Sohn von Mylord Carthago. Weltklasse in den Adern, Oberschwaben im Alltag.
Anfragen bitte schriftlich. Der Chef liest persönlich.


Interesse an einem echten Müller-Pferd?
Nicht jedes Pferd sucht sofort einen neuen Menschen. Aber wenn ein Kennenlernen möglich wird, soll es passen – zum Pferd, zum Menschen und zum Leben, das beide miteinander teilen werden.
Wer sich für unsere Pferde oder zukünftige Fohlen interessiert, kann sich über die Hofpost vormerken lassen.